Arbeiten zur Theorie der Software- entwicklung auf Basis domänen- spezifischer Modelle
Arbeiten zur Theorie der Software-entwicklung auf Basis domänen-spezifischer Modelle

WIP: Adaptation of behavioral programs for 'insect-like' agents by generating code from models of environmental constraints

Neben der kommerziellen Arbeit interessiere ich mich für theoretische Themen, insbesondere aus dem Bereich 'domänenspezifische Modellierung'. Dies umfasst die Entwicklung von Metamodellen, Modellsprachen und Codegeneratoren und auch die Arbeit an konzeptuellen Themen.

 

Zu der Studie, an der ich derzeit arbeite, hat mich eine Beobachtung aus der Verhaltensbiologie angeregt: Viele Tiere passen Verhaltensprogramme an die aktuellen Umweltbedingungen an. Dabei interagieren sie miteinander, wobei einige Individuen wahrnehmbare Modelle variabler Aspekte der Umwelt präsentieren und andere mit diesem Input ihre Programme anpassen.

 

Ein relativ einfaches Beispiel ist der berühmte Bienentanz: Kommt die Biene zum Stock zurück, nachdem sie eine Nahrungsquelle gefunden hat, präsentiert sie einen Tanz, dessen Eigenschaften Indikatoren für die Position der Nahrungsquelle sind. Eine 'Bewegungssprache' mag für uns zwar ungewohnt sein, aber man kann das durchaus als Präsentation eines domänenspezifischen Modells interpretieren: Schließlich produziert sie ein wahrnehmbares Artegalt, dessen Eigenschaften bestimmte Sachverhalte in der Umwelt repräsentieren. Dabei beschränkt sie sich, wie in domänenspezifischen Modellen üblich, auf die Darstellung dessen, was variiert - Entfernung und Winkel zur Sonne.

 

Die beobachtenden Bienen adaptieren ihr Verhaltensprogramm so, dass sie es auf Basis dieser Information adaptieren. Auch hier werden wieder nur variable Teile des Programms generiert - Steuerung der Motorik, Suchverhalten nahe der Quelle, Rückflug, etc. bilden ein 'Framework', in welches die variablen Teile eingebettet werden.

 

Besonders interessant finde ich das Verhältnis der Semantik des Modells im Verhältnis zu seiner Funktion in der Verhaltensadaptation: Das Modell enthält weder Instruktionen, noch repräsentiert es ein Programmdesign. Vielmehr stellt es Constraints der Umwelt dar, unter denen das Programm eine Aufgabe erfüllen soll. In der Arbeit, die ich gerade schreibe, möchte ich dieses Paradigma explizieren und seine Anwendbarkeit als Variante der Softwareentwicklung auf Basis domänenspezifischer Modelle diskutieren.

 

Falls Sie, liebe/r Besucher/in, diese Themenstellung auch interessant finden sollten, freue ich mich über Ihre Nachricht!

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